Thierfeld

ThierfeldThierfeld entstand als Waldhufendorf etwa um 1170 und war Bestandteil der ab 1280 so bezeichneten "Grafschaft Hartenstein", welche ab 1406 eine Schönburgische Herrschaft war. Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte im Jahre 1385.

Die Besiedler waren Bauern aus Franken, Thüringen und der Oberpfalz. Sie begannen das damals bewaldete Gebiet urbar zu machen. So entstand ein am Thierfelder Bach entlang orientiertes einreihiges Waldhufendorf, Grundlage für bäuerliches Arbeiten und Leben.
Mit der Zeit wurde die Struktur durch Häuslergebäude und andere Bauvorhaben beeinflusst, blieb aber im Groben erhalten. Die heutige Dorfstraße entspricht jedoch nicht mehr dem Verlauf des ursprünglichen Weges entlang der Bachaue. 

Am nördlichen und am südlichen Ende des Ortes entstanden zwei Wasserburgen, von denen heute noch Ringteiche zeugen.
Der Ort wurde zweimal von der Pest heimgesucht. Vom Dreißigjährigen Krieg sowie vom Ersten und Zweiten Weltkrieg blieb Thierfeld ebenfalls nicht verschont.

Die Weber und Strumpfwirker waren bei den Handwerkern am zahlreichsten vertreten. Mit dem Aufkommen des Kohlebergbaus im benachbarten Lugauer – Oelsnitzer Revier siedelten sich Bergleute im Dorf an.

Heute findet man dort hauptsächlich kleine Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe, einen Großhandel für Sanitärartikel und Holzmanufakturen.

Auf dem Segelflugplatz ist heute der erste Drachenfliegerclub Sachsens beheimatet.